Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid

Beispiel: Aluminiumrecycling
Verwandte Aufgabenstellungen: Recycling von Kupfer, Blei, Zink


Beim Metallrecycling enthält das Abgas stets Partikel (Metallabrieb, Mineralstaub), anorganische, saure Substanzen (HF, HCl, SOx) und Dioxine (PCDD/F) sowie eine ganze Reihe organischer Substanzen (unverbrannte Kohlenwasserstoffe) und Kohlenmonoxid. Gerade innerhalb der Gruppe von unverbrannten Kohlenwasserstoffen finden sich typischerweise einige Substanzen mit einer sehr geringen Geruchsschwelle, wie etwa Phenole oder Formaldehyd. Sogar Konzentrationen von wenigen mg/Nm³ können zu einer Geruchsbelästigung führen. Nur mithilfe einer regenerativen thermischen Oxidationsanlage (RTO) kann dieser Geruch wirtschaftlich beseitigt werden.
Partikel und anorganische Substanzen werden durch Trockensorption beseitigt, wobei ein alkalisches Reaktionsmittel in die Abgasleitung eingedüst wird. Die Reaktionsprodukte und das überdosierte Reaktionsmittel werden in einem nachgeschalteten Schlauchfilter abgeschieden. Durch das Eindüsen von Herdofenkoks, Aktivkohle oder Zeolit zusätzlich zu dem alkalischen Reaktionsmittel werden Dioxine gebunden.
Um das System noch wirtschaftlicher zu machen, wurde der RTO eine Wärmerückgewinnung nachgeschaltet, die 4 MW Heißwasser für die Gemeinde produziert.

Fazit: Durch dieses herausragende und besonders wirtschaftliche Abluftreinigungssystem hat das eingehende Material keinen Einfluss auf Geruchsemissionen mehr. Der Betreiber ist jetzt in der Lage, verstärkt niederwertige Schrottklassen einzusetzen.

Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid führen zu einer Geruchsbelästigung